(14.02.2025) Schlangenkopf, Daumenschraube und Tintenfisch: Tatsächlich haben alle drei Begriffe etwas mit einem besonderen Projekttag in der Klasse 1 c zu tun. Im Rahmen des Sachunterrichts erlernten die Schüler das richtige Händewaschen mit den verschiedensten Techniken.
Zu Anfang ging es um die Frage, warum man eigentlich so häufig die Hände waschen sollte. Als nächstes überlegten die Kinder, wann man denn unbedingt die Hände waschen muss. Aus der Schule kannten sie bereits die Notwendigkeit, sich vor den Mahlzeiten die Hände zu waschen. Auch das Waschen nach dem Toilettengang war allen Kindern bewusst. Dass man aber auch vor dem gemeinsamen Zubereiten von Mahlzeiten oder nach Krankenbesuchen bei Freunden sich ebenfalls die Hände waschen sollte, dies nahmen viele als neue Erkenntnis aus dem Unterricht mit.
Das Vorhandensein von Keimen auf unserer Haut und besonders auf den Händen, war den Schülern der 1 c bisher noch nicht so bekannt. Und auf die Frage, was wir mit unseren Händen am häufigsten machen, hatten die Kinder viele schöne Ideen. Allerdings kam niemand darauf, dass wir mit den Händen bis zu 70-mal am Tag ins Gesicht fassen. Daraufhin schlussfolgerte Valentina schnell: „Dann schmieren wir uns den ganzen Tag die Keime ins Gesicht!“ Und allen Kindern war nun klar, dass der Weg der Keime über Mund, Nase und Augen in den Körper die logische Folge war.
„Und deswegen müssen wir uns regelmäßig die Hände waschen“, erkannte Pepe recht schnell. Die Lösung war gefunden, nun folgte noch die richtige Technik. Viele Kinder berichteten davon, wie sie sich zu Hause oder in der Schule die Hände waschen. Seife auf die Hände geben, Wasser dazu, Hände aneinander rubbeln, alles abspülen und Hände trocknen. So oder so ähnlich waschen sich die meisten Kinder und auch Erwachsene die Hände. Aber dass man damit längst nicht alle Keime erwischen kann, zeigte das folgende Experiment.
Mit Hilfe spezieller gelber Seife wurden Michal die Hände gelb eingefärbt und er durfte seine persönliche Waschtechnik nutzen, um die Seife wieder von den Händen zu entfernen. Dies stellte sich als sehr schwierig dar und besonders die Bereiche an den Fingernägeln und zwischen den Fingern blieben gelb.



Jetzt kamen „Schlangenkopf“, „Daumenschraube“ und „Tintenfisch“ zum Einsatz. Mit Hilfe der Schlangenkopf-Technik erwischte Michal alle gelben Farbreste unter den Fingernägeln, die Daumenschraube lies die Farbe am linken und rechten Daumen verschwinden und der Tintenfisch sorgte dafür, dass auch die Zwischenräume der Finger wieder farbfrei wurden. Natürlich durfte nicht nur Michal diese fantastische gelbe Flüssigseife ausprobieren. Nach und nach kam jeder Schüler an das Waschbecken und durfte mit Unterstützung aller anderen Kinder, die neu erlernten Waschtechniken ausprobieren. „Schlangenkopf, Daumenschraube und Tintenfisch!“, schallte es nun fröhlich durch die Klasse 1c. Auch die Notwendigkeit zuerst die Hände zu befeuchten, um nicht die Hälfte der Seife im Waschbecken zu verlieren, wurde dabei thematisiert. Als zusätzlichen kleinen Tipp nahmen die Kinder mit, dass der Wasserhahn, vor allem bei öffentlichen Toiletten, möglichst mit dem Ellenbogen oder einem Stück Papier geschlossen werden sollte. Nach anfänglicher Sorge, man würde die gelbe Farbe nie wieder von den Händen bekommen, schafften es dann doch alle Kinder ohne gelbe Seifenreste an den Fingern und mit einer Urkunde für „Handwasch-Profis“ ins Wochenende zu starten.