Alle Jahre wieder…

(03.02.2026) Auch in diesem Winter denken die Kinder der Diesterweg Grundschule an ihre gefiederten Freunde auf dem Schulgelände. Besonders nachdem der viele Schnee gefallen war, wurde ihnen klar, dass nun Hilfe für die Vögel nötig war. Im Vorfeld hatten die zweiten Klassen einiges über das Aussehen, die Feinde und die Nahrung unserer heimischen Vögel gelernt. Hinzu kam die Unterscheidung in Stand- und Zugvögel. Und eben diesen Standvögeln musste geholfen werden, gut über die schneereiche Zeit zu kommen.
Wieder ging es zum Schulgartenunterricht in die Küche, ausgerüstet mit verschiedenen Körnermischungen und Rosinen, sowie etwas Kokosfett und Kiefernzapfen. Besonders verwundert waren die Kinder über die Zapfen. Sie sollten diesmal als natürlicher Futterspender dienen und mit der Körnermischung befüllt werden. 
Aus dem letzten Schuljahr wussten alle noch, wie die Zubereitung der Futtermischung erfolgen musste, aber dann wurde es knifflig. Mit etwas Ausdauer und Geduld mussten nun die Zapfen gefüllt werden. Während der Arbeit stellte Noah fest: „Da können sich die Meisen ganz toll festhalten, die Zapfen sind ja wie kleine Stufen!“. Und wir erinnerten uns noch einmal gemeinsam daran, dass die herkömmlichen Meisenknödel in den grünen Netzen sehr gefährlich für kleine Vogelbeinchen sind und zu Verletzungen führen können. „Da sind unsere Zapfen viel besser!“, bemerkte Jaden stolz.

Nach getaner Arbeit in der Küche ging es dann in den verschneiten Schulgarten. An den Obstbäumen und Sträuchern wurden die gefüllten Kiefernzapfen möglichst weit oben befestigt, damit die Feinde der Vögel keine Chance haben, diese beim Fressen zu überraschen.
Dann hieß es Rückzug und abwarten. Und tatsächlich dauerte es nur wenige Minuten, bis sich die ersten mutigen Meisen zeigten. „Da, eine Blaumeise!“, rief Mariia überrascht und hielt sich gleich wieder den Mund zu, weil die Meise davon flatterte. Beim Vogelbeobachten muss man nämlich ganz leise sein!