Zurück in die Vergangenheit

(27.03.2026) „Jeder, der hier sitzt, ist auf eine besondere Art und Weise mit unserer Schule verbunden. Sei es als ehemalige Schulleitung, als Fördervereinsvorstand, als Elternvertreter, als Elternteil oder vielleicht sogar als ehemaliger Schüler. Jeder hat seine eigenen Erinnerungen und Geschichten im Kopf, wenn er an die Diesterweg denkt. Es ist kaum vorstellbar wie viele Geschichten sich in den vergangenen 60 Jahren in den Köpfen und Herzen aller gesammelt haben, die mit der Diesterweg verbunden sind.“ Mit diesen Worten eröffnete Schulleiterin Anne Hölzer am 23. März 2026 die Fotoausstellung zum 60-jährigen Schuljubiläum. Gemeinsam mit der Theatergruppe um Jonathan Weise und Sindy Gerecke und einem Teil der Kinder der Klasse 2a, die mit Lehrerin Michaela Wieprecht ein kleines Programm einstudiert hatten, wurden die Gäste begrüßt. Eingeladen waren ehemalige Schulleitungsmitglieder, der Landrat, der Bürgermeister, die Elternvertreter der Schule, Vertreter des Schulträgers und des Schulamtes, der Vorsitzende Förderverein und die Schulleitung der Nachbarschule A. Einstein.

Doch bevor man die Fotos und Presseartikel auf sich wirken ließ, wurde noch einmal sechzig Jahre zurückgeblickt: Im Jahr 1965 sollte das neue Schuljahr an der nigelnagelneuen POS starten. Doch die Bauarbeiten verzögerten sich und so musste der Unterricht an anderen Schulen stattfinden. Die Kinder der Klassen 1-4 waren noch in der Pestalozzi POS untergebracht, die Klasse 5-10 wurde in der Salzmann POS unterrichtet. Dort fand der Unterricht sogar im Schichtbetrieb statt, weil die Räume nicht ausreichten.

Am 20.12.1965 erfolgte die Einweihung der Schule und die Namensverleihung mit einem großen Umzug ins neue Schulgebäude. Die Schüler liefen mit einer Kapelle zum neuen Schulhaus. Seitdem trägt die Schule den Namen des Pädagogen Adolph Diesterweg. Der Weg zur Schule war in den Wintermonaten beschwerlich, denn es gab noch keine Beleuchtung. So entstand im Volksmund schnell der Name „Düsterweg“. Außerdem war die Schule in den Anfangsjahren als Latschenschule bekannt, denn es gab noch keine Wege, die Schule stand mitten auf dem Feld. Und so mussten die Schüler ihre dreckigen Straßenschuhe beim Betreten der Schule gegen Hauslatschen tauschen.

Dienstag bis Freitag von 16:00 – 18:00 Uhr hatten alle Interessierten die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen. Jeden Tag standen einige Kollegen bereit, um die Gäste durch die Schule zu führen. Von diesem Angebot machten viele ehemalige Schüler und auch Lehrer Gebrauch, denn an allen vier Tagen war die Ausstellung sehr gut besucht. So mancher wollte seinen alten Klassenraum besichtigen und wusste auch noch genau, an welchem Platz er die Schulbank gedrückt hatte. Ganze Klassen hatten sich verabredet, die Ausstellung gemeinsam zu besuchen. So manch lustige Geschichte wurde zum besten gegeben, was vor allem für die jüngeren Kollegen, die einer ganz anderen Zeit zur Schule gingen, sehr interessant war.